Ein Jahr, in dem sich meine Arbeit sortiert hat und ich mich mit ihr
Wenn ich 2025 in einem Satz beschreiben müsste, dann wäre es dieser:
Es war das Jahr, in dem ich aufgehört habe zu suchen, wie ich arbeiten sollte, und begonnen habe zu verstehen, warum meine Arbeit so wirkt, wie sie wirkt.
Nicht alles war neu.
Aber vieles hat sich neu zusammengefügt.
Babyschlaf: Weg von „Methoden“, hin zu Verständnis
Mein Babyschlaf-Business hat sich 2025 spürbar verändert – nicht, weil ich etwas komplett Neues gelernt habe, sondern weil sich mein Blick weiter geschärft hat. Ich habe noch klarer verstanden, dass guter Babyschlaf nichts ist, was man Babys beibringt oder abgewöhnt, sondern etwas, das sich entwickelt, wenn die richtigen Rahmenbedingungen vorhanden sind.
Ich habe begonnen, in meinem Content viel deutlicher darüber zu sprechen, wie Babyschlaf tatsächlich funktioniert. Nicht vereinfacht. Nicht beschönigt. Und auch nicht angepasst an das, was sich besonders gut verkaufen lässt. Sondern so, wie ich es in der Praxis erlebe: individuell, bindungsorientiert, entwicklungsabhängig.
Dabei ist etwas Entscheidendes passiert.
Ich habe erkannt, dass Minikurse für mich der Weg sind, mit dem ich die meisten Familien erreichen kann. Niedrigschwellig, bezahlbar und trotzdem fundiert. Kurse, die Eltern Orientierung geben, ohne sie abhängig zu machen. Wissen vermitteln, ohne Druck aufzubauen.
Allein über diese Minikurse konnte ich in diesem Jahr rund 200 Familien begleiten. Ob das „viel“ oder „wenig“ ist, habe ich irgendwann aufgehört zu bewerten. Entscheidend ist für mich etwas anderes: dass diese Familien verstanden haben, was ihrem Baby wirklich hilft und sich dadurch sicherer gefühlt haben.

Coachings mache ich weiterhin gern. Ich liebe die Tiefe, die Nähe, die individuellen Prozesse. Aber ich habe für mich erkannt, dass Skalierung über Wissen mein Weg ist. Nicht, weil ich weniger geben will, sondern weil ich so mehr bewirken kann.
Weiterbildung, Haltung und wachsende Anerkennung
2025 war auch ein Jahr intensiver Weiterbildung. Fachlich im Babyschlaf, aber genauso im Bereich Marketing und Social Media. Nicht aus Selbstzweck, sondern weil ich gemerkt habe, dass gutes Wissen nichts nützt, wenn es nicht verständlich kommuniziert wird.
Ein besonderer Moment für mich war, als vermehrt Anfragen von Schlafcoaches und Beraterinnen kamen, die in ihren eigenen Coachings nicht weiterkamen oder wissen wollten, wie ich arbeite. Welche „Methoden“ ich nutze. Diese Anfragen haben mir gezeigt, dass mein Ansatz nicht nur Eltern erreicht, sondern auch Fachkolleginnen inspiriert.

Seit September bin ich zusätzlich auf TikTok aktiv, Facebook ist auf rund 3.000 Follower gewachsen. Für mich sind das keine reinen Zahlen, sondern ein Zeichen dafür, dass Klarheit, Haltung und kontinuierliche Arbeit Wirkung zeigen – auch dann, wenn man nicht laut ist.
Gebärden mit Babys: Kommunikation jenseits von Worten
Ein weiterer wichtiger Bestandteil meiner Arbeit ist in diesem Jahr stärker in den Vordergrund gerückt: Gebärden mit Babys. Seit dem Sommer gebe ich dazu Kurse vor Ort in einer Hebammenpraxis, und je länger ich damit arbeite, desto klarer wird mir, wie sehr dieses Thema meine gesamte Arbeit prägt.
Gebärden verändern Kommunikation, sie geben Babys und Kleinkindern so viel mehr als Worte: Selbstwirksamkeit, weniger Frust, mehr Achtsamkeit seitens der Eltern.
Eltern hören anders zu, Babys werden anders gesehen. Es entsteht eine Form von Verbindung, die über Sprache hinausgeht und viel mit Wahrnehmung, Geduld und gegenseitigem Respekt zu tun hat. Für mich ist das kein Zusatzangebot, sondern ein elementarer Teil dessen, wie ich Familien begleite – auch im Kontext von Babyschlaf.
Ringana: Gesundheit, Werte und persönliche Entwicklung
Parallel dazu habe ich im Februar 2025 mit Ringana begonnen. Nicht als Ersatz für meine bestehende Arbeit, sondern als Ergänzung. Ringana hat mir vor allem auf einer anderen Ebene viel gegeben: im Bereich Gesundheit, Selbstfürsorge und Persönlichkeitsentwicklung.
Was mich hier besonders trägt, sind die Werte. Die Verbindung aus Frische, Verantwortung, Wertschätzung und persönlichem Wachstum. Ringana hat meinen Blick auf mich selbst verändert, auf Leistung, auf Vergleich, auf das ständige Gefühl, „mehr“ sein zu müssen.
Diese innere Arbeit wirkt sich auch auf meine Arbeit mit Familien aus. Wer bei sich bleibt, kann andere besser begleiten. Wer gelernt hat, sich nicht ständig zu übergehen, erkennt schneller, wenn auch Eltern an ihre Grenzen kommen.
Was 2025 für mich bedeutet hat
2025 war kein Jahr der großen Show.
Es war ein Jahr der Sortierung.
Ich habe klarer gesehen, was zu mir passt und was nicht mehr.
Ich habe erkannt, dass Wissen geteilt werden darf, ohne es zu verknappen.
Und dass Wirkung nicht immer dort entsteht, wo am meisten gesprochen wird.
Ich gehe aus diesem Jahr mit mehr Ruhe, mehr Vertrauen und einer Arbeit, die sich stimmiger anfühlt als je zuvor.
Schlafen ist Liebe.
Genauso wie achtsame Kommunikation.
Und ein Arbeitsleben, das den eigenen Werten folgt.
Danke, wenn du mich in diesem Jahr begleitet hast – lesend, lernend, mitdenkend.
Ich freue mich auf alles, was daraus weiter wachsen darf.
Ein wunderbaren Start ins neue Jahr 2026 wünsche ich Dir und Deiner Familie aus ganzem Herzen.




